Die Vorträge der 21. microTOOL NutzerKonferenz
Praxisbezogene Informationen kombiniert mit aktuellem Methoden- und Prozesswissen
– das ist das Erfolgsrezept der microTOOL NutzerKonferenz.
Auch in diesem Jahr boten Ihnen Anwenderberichte aus ganz unterschiedlichen
Branchen Einblicke in aktuelle Projekte mit in-Step und objectiF. Außerdem erfahren
Sie, mit welchen Toolfunktionen, Techniken und Methoden wir Sie zukünftig unterstützen.
Die Vorträge des ersten Konferenztages – 11. Mai 2011
Eine Produktlinie für kundenspezifische Tools: Produkte aus Varianten und Erweiterungen individuell konfigurieren
Bernd Nawrot, microTOOL GmbH, Berlin
IT-Organisationen benötigen Tools, die ihre spezifischen Systemarchitekturen und Entwicklungsprozesse wirksam unterstützen. Um seinen Kunden derartige individuelle Lösungen besser und schneller zur Verfügung stellen zu können, hat microTOOL in den vergangenen Jahren in die Entwicklung einer modellgetriebenen Software-Produktlinie für Engineering- und Management-Tools investiert. Erste Erfahrungen und Ergebnisse dieser neuen Entwicklungstechnik liegen inzwischen vor und werden präsentiert.
Mit der neuen Software-Produktlinie ist microTOOL in der Lage, Tools aus festen und variablen Komponenten kundenspezifisch zu konfigurieren. Im Rahmen der Entwicklung der Produktlinie sind zahlreiche Modelltransformationen entstanden. Sie ermöglichen es, nach der Modellierung von spezifischen Anforderungen für und mit einem Kunden individuelle Tool-Komponenten in erheblichem Umfang automatisch und damit sehr schnell zu erzeugen.
Der Vortrag erläutert die Architektur der Produktlinie, beschreibt aus Kundensicht ihre Lösungsvielfalt und berichtet von den Erfahrungen mit modellgetriebener Produktlinienentwicklung, die microTOOL gesammelt hat.
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Der neue objectiF Requirements-Modeller:
User und Software Requirements in verteilten Organisationen modellieren
Enrico Fritz, microTOOL GmbH, Berlin
User- und Software-Requirements werden in vielen Unternehmen nur textorientiert festgehalten. Dabei bieten SysML/UML eine Vielzahl an Instrumenten zur grafischen Modellierung und präzisen Beschreibung von Requirements. Auch aus dem Usability-Engineering entliehene Techniken, wie Personas, können zur Veranschaulichung und Konkretisierung von Requirements einen Beitrag leisten.
Mit dem objectiF Requirements-Modeller stellt microTOOL ein neues Modellierungswerkzeug vor, das dieses breite Spektrum an Instrumenten für das Requirements-Engineering integriert.
In einer Live-Präsentation wird die Definition von textuellen Requirements gezeigt und die Verfeinerung der User- und Software-Requirements mit Requirements-Diagrammen sowie Package-, UseCase-, und Klassendiagrammen in der Notation der SysML/UML demonstriert.
Ob Lastenheft, Pflichtenheft oder Vision-Document – das Erstellen von Dokumentation ist für das Requirements Engineering von zentraler Bedeutung. Am Beispiel eines Pflichtenhefts wird gezeigt, wie einfach ein Dokument mit MS Word auf der Basis eines anwenderspezifischen Templates erzeugt werden kann. Und es wird demonstriert, wie schnell individuelle Inhalte mithilfe dynamischer Queries in LINQ generiert werden.
In regional verteilten Organisationen stellt das Requirements Engineering oft eine besondere Herausforderung dar. Der objectiF Requirements-Modeller besitzt deshalb eine Client-Server-Architektur. Sie erlaubt die gemeinsame grafische Modellierung an verschiedenen Standorten im Multi-User-Betrieb.
Der objectiF Requirements-Modeller ist ein Produkt aus der neuen microTOOL-Produktlinie.
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Einführung eines werkzeuggestützten Projekt- und Ressourcenmanagements in einem bayerischen Amt – oder was nicht passt, wird passend gemacht
Ernst Roßmann, Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung, München
Aufgrund der ständig steigenden Anforderungen im laufenden Betrieb des Rechenzentrums, aber auch der Durchführung immer komplexer werdender Projekte war die Einführung eines werkzeuggestützten und flächendeckenden Projekt- und Ressourcenmanagements im Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (LfStaD) zwingend notwendig.
Anfangs stellte sich uns die Frage, welches Tool unsere Anforderungen am besten abdeckt. Oder welches so angepasst werden kann, dass möglichst alle unsere Wünsche erfüllt werden können.
Nach umfangreicher Recherche und Analyse fiel die Entscheidung auf das System in-Step der Firma microTOOL.
Jetzt hieß es, das Tool zu installieren und an unsere Bedürfnisse anzupassen.
Infolge der vielseitigen Einsatzmöglichkeiten von in-Step und der daraus resultierenden Komplexität des Tools wurde bei den Anpassungen für das LfStaD besonders darauf geachtet, die Funktionalitäten auf das wirklich notwendige Maß zu reduzieren. Wir erachten das als wesentliche Voraussetzung für eine hohe Akzeptanz bei den Mitarbeitern.
Der Zugriff auf Detailinformationen, wie z. B. die erfassten Ist-Zeiten der einzelnen Mitarbeiter, musste entsprechend der Vorgaben des Personalrates im Tool reglementiert werden. Eine weitere Herausforderung war die Bereitstellung von Funktionen für die Planung der Linienaufgaben und der Steuerung der über 300 Mitarbeiter im Rechenzentrum.
Wie die gesetzten Ziele erreicht und die Anpassungen im Tool umgesetzt wurden, soll in der Präsentation gezeigt werden.
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Agile Entwicklung in der Verwaltung
Rainer Rohde, Rechenzentrum der Finanzverwaltung NRW, Düsseldorf
Für das Vorhaben KONSENS wurde beschlossen, kein Management-Werkzeug vom Markt zu kaufen, sondern ein eigenes zu bauen. Diese Aufgabe wurde vom Land Nordrhein-Westfalen übernommen. Zunächst begann die Entwicklung in einem Team von zwei Personen. Bald wurde aufgestockt. Mit der Aufstockung des Personals und dem rasanten Anstieg an Anforderungen an das Werkzeug mussten Mittel und Wege gefunden werden, wie man koordinierter Teamarbeit und jeder Menge sich verändernder Anforderungen gerecht werden kann.
Die Lösung war Scrum und in-Step...
Im Vortrag will ich zeigen, wie schon kleine Maßnahmen einen deutlichen Gewinn an Performance und Zufriedenheit erzeugt haben.
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Tool-Erweiterungen schnell entwickeln: Hält die modellgetriebene Software-Produktlinie von microTOOL, was sie verspricht?
Enrico Fritz und Thomas Klingenberg, microTOOL GmbH, Berlin
Der Einsatz von Engineering- und Management-Tools wird wirksamer, wenn die Tools individuell auf eine Domäne oder einen Prozess zugeschnittene Funktionen anbieten. Um individuelle Tools bereitstellen zu können, hat microTOOL eine Software-Produktlinie entwickelt. Zu ihr gehören zahlreiche fertige Komponenten und ein microTOOL-internes Werkzeug – das mTOOL. Mit diesem Werkzeug entwickelt microTOOL modellgetrieben neue Komponenten der Produktlinie, konfiguriert Komponenten zu Produkten und produziert Produkte und kundenspezifische Produkterweiterungen.
Aber wird microTOOL mit seiner neuen Produktlinie wirklich schneller? Lassen wir es auf einen Versuch ankommen und nehmen wir folgende Situation an: Ein Kunde wünscht sich als Erweiterung des neuen objectiF Requirements-Modeller die Möglichkeit, grafische User-Role-Models mit Akteuren und Personas entwickeln zu können.
Es wird live gezeigt, wie der objectiF Requirements-Modeller um entsprechend methodenorientierte Funktionen erweitert wird. Mit dem mTOOL werden neue fachliche Entities und Views modelliert und maschinell in technische Klassen transformiert. Es werden das User Interface in XAML, einige Constraints und Tests editiert. Anschließend wird ein InstallFile als Update zum Requirements-Modeller produziert. Nach der Installation erleben Sie, wie mit dem erweiterten objectiF Requirements-Modeller ein erstes User-Role-Model entsteht.
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Fachdesign mit objectiF – Was kann man damit tun?
Karin Claßen-Houben, Allianz Elementar Versicherungs-Gesellschaft, Wien
Als österreichische Konzerntochter der deutschen Allianz SE entwickelt die Allianz Elementar Versicherung im ABS Core Competence Center eine Branchensoftware für das Versicherungswesen (ABS Core), die bereits erfolgreich in Deutschland, Österreich und der Schweiz eingesetzt wird und im Blickpunkt vieler weiterer Interessenten steht.
Auf Basis einer komponentenorientierten Designmethodik werden in objectiF alle Fachdesigns modelliert und beschrieben, um Designern, Programmierern, Testern und Fachexperten mit Ihren verschiedenen Interessensschwerpunkten alle wichtigen Informationen zeitgerecht zur Verfügung stellen zu können.
Nach nun mehr drei Jahren Erfahrung und vielen neuen Ideen, wie man Informationen noch besser kommunizieren und verknüpfen kann, möchte dieser Vortrag einen Einblick geben, was man mit objectiF tun kann, um nicht nur den internen Informationsbedürfnissen der Softwareentwicklung von Applikationen für den C/S-, Host- und Web-Bereich gerecht zu werden, sondern auch mit den bestehenden und neuen Kunden alle Informationen des Fachdesignmodells in deutscher und nun auch in englischer Sprache zu teilen.
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in-Step als Vermittler zwischen Welten
Wolfgang Schröder, FlexAutomotive GmbH & Co. KG, Frickenhausen
Die FlexAutomotive GmbH & Co. KG, Hersteller von Steuergeräten im Automotive Bereich, setzt in-Step seit 2007 ein. Die Einführung von in-Step erfolgte sukzessiv, d.h. die einzelnen Prozessgebiete wie Anforderungsmanagement, Qualitätssicherung und Change Management wurden schrittweise eingeführt.
In der aktuellen Phase wird in-Step so erweitert, dass es als Collaboration-Tool eingesetzt werden kann, um alle während der Entwicklung eines Steuergeräts anfallenden Kosten und Aufwände zu erfassen und so zu verdichten, dass sie anschließend in ein Management Reporting-Tool übernommen werden können. Hierbei setzt FlexAutomotive auf der einen Seite SAP als ERP-System ein, um die Ist-Kosten für projektbezogene Aufträge zu erfassen, und auf der anderen Seite das proprietäre Management-Reporting-Tool Flex-PM, um die Kosten für alle Projekte zu überwachen. Dieser Vortrag zeigt auf, wie in-Step als Verbindungsglied zwischen der SAP Welt und der Flex-PM Welt fungiert.
Um diese Funktionalität zu erreichen, wurde in-Step zum einen um einige Komponenten für die automatische Datenübernahme aus dem SAP-System erweitert und zum anderen wurden für die Reporting-Funktionalität zusätzliche berechnete Spalten erstellt.
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Prozessbasiertes Projektmanagement für die integrierte Entwicklung von Sach- und Dienstleistungen
Patrick Müller, Fraunhofer IPK, Berlin
Unterstützung:
Hoai Nam Nguyen, Fachgebiet Industrielle Informationstechnik TU Berlin
Andreas Reimer, Fachgebiet Industrielle Informationstechnik TU Berlin
In der Informationstechnik, speziell in der Softwareentwicklung, können Prozesse und Entwicklungsmethoden durchgängig ausgerollt und dynamisch angewendet werden. Das prozessbasierte Projektmanagement eröffnet dabei Möglichkeiten der Skalierung von Projekten, die Nutzung von „Wiederholeffekten“ und eine stringente Nachverfolgung der Entwicklungsprojekte und -leistungen. Die modellgetriebene Entwicklung eröffnet zudem einen inhaltlich durchgängigen Ansatz, der von der konzeptionellen Ebene bis zum ausführbaren und testbaren Software-Code alle Abstraktionsebenen der Entwicklung unterstützt.
In der Entwicklung von technischen Sach- und Dienstleistungen verläuft es zumeist etwas anders, da sich nicht alle physikalischen und prozessuralen Sachverhalte einfach auf ein integrierbares Modell abbilden lassen. Zusätzlich besteht bei der Integration von Sach- und Dienstleistungen in sog. Hybride Leistungsbündel (HLB) bzw. Product-Service Systems (PSS) bisher nur ein sehr geringer Grad an Systematisierung in der Entwicklung. So verläuft die Entwicklung von Sach- und Dienstleistungen im Maschinen- und Anlagenbau methodisch zumeist noch getrennt. Mit dem Ziel, die Systematisierung der Integration zu steigern, wurde eine Entwicklungsmethodik für Product-Service Systems entwickelt. Als Teil der Forschungsarbeiten entstand u.a. ein neues Vorgehensmodell zur integrierten PSS-Entwicklung. Darüber hinaus sind zwei entsprechende Methoden zur modellgetriebenen Generierung von Anforderungen für PSS entstanden.
Da auch in der Planung, Entwicklung und Implementierung von Sach- und Dienstleistungen im technischen Bereich (Bsp. Anlagenbau) sehr stark in Projektform gearbeitet wird, sollte das neue Vorgehensmodell dieser Arbeitsweise genügen. Es wird daher der Ansatz verfolgt, das eigene Vorgehensmodell durch „prozessbasiertes Projektmanagement“ ausführbar zu machen. Die Orientierung am V-Modell XT erschien methodisch als besonders geeignet. Die Software in-Step bot sich aufgrund ihrer Funktionen und Schnittstellen für die Umsetzung eines eigenen Ansatzes für das prozessbasierte Projektmanagement in der PSS-Entwicklung an. Die Software in-Step wurde schließlich als Entwicklungsplattform ausgewählt und erhält durch Customizing derzeit einen Zuschnitt auf das neue Vorgehensmodell und entsprechende Projektdefinitionen.
Im Vortrag wird gezeigt, wie die neuen methodischen Elemente durch Customizing und Programmierung in in-Step operationalisierbar gemacht werden. Es wird ein Einblick in die aktuellen Entwicklungen und Forschungsprojekte zu diesem Thema gegeben.
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Kundenspezifische Tools als Service
Mario Müller, microTOOL GmbH, Berlin
In 27 Jahren microTOOL haben wir gelernt: Jeder Kunde hat seine eigenen Prozesse und seine eigenen Anforderungen an die Modellierung. In einer idealen Welt hätte jeder Kunde gern hierfür sein eigenes, individuelles Tool – und zwar sofort und zum Preis einer Standardlösung.
Ganz egal, ob es sich um funktionale Erweiterungen, domänenspezifische Vorlagen oder ein neues Produkt handelt: Alles lässt sich auf Basis der neuen, einheitlichen microTOOL-Produktarchitektur ableiten, denn eine Vielzahl von fachlichen Erweiterungspunkten wartet auf die Nutzung.
Aber wie kommen Sie als Kunde denn nun damit zu Ihrem individuellen Tool? Sehen Sie, welche Szenarien es für Ihre Zusammenarbeit mit microTOOL beim Erstellen einer individuellen Lösung gibt.
Und wenn die kundenspezifische Lösung dann da ist: Wie sieht ihre Pflege aus? Wie wird mit neuen Releases, Updates und Patches umgegangen? Wie lassen sich neue Produktkomponenten integrieren?
Darauf erhalten Sie in diesem Vortrag Antworten. Der Vortrag endet mit einer live – via Internet – erzeugten, kundenspezifischen Lösung, deren Modell bei microTOOL gehostet wird.
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Die Vorträge des zweiten Konferenztages – 12. Mai 2011
Alles ist möglich: Prozesse im Spiegel des Projektalltags
Thomas Klingenberg und Mirko Pracht, microTOOL GmbH, Berlin
Das V-Modell XT ist nur etwas für Behörden. Scrum funktioniert nur in kleinen Teams. PRINCE2 ist nur etwas für große Projekte und schon gar nicht agil. – All das sind Klischees, die mit der realen Prozesslandschaft von IT-Organisationen in Deutschland wenig zu tun haben.
In diesem Vortrag geben wir Ihnen einen Überblick über die Varianten der gängigen Prozessmodelle und unternehmenseigenen Lösungen, die wir als Berater von microTOOL heute in der Praxis bei unseren Kunden vorfinden bzw. mit Kunden entwickelt haben. Die Anpassung von Standards an den eigenen Bedarf bedeutet immer eine Konkretisierung der Vorgaben und Abläufe sowie ein Ergänzen um Vorlagen und Methoden. Meist hat die Definition des Anforderungsmanagements hierbei den größten Anteil.
Neben der Adaption eines einzelnen Standardprozessmodells haben wir für mehrere Organisationen auch Kombinationen von agilen und klassischen Prozessmodellen erarbeitet. Im Vortrag erläutern wir Ihnen die so entstandenen Lösungen aus der Synthese von V-Modell XT bzw. PRINCE2 mit Scrum.
An den Vortrag schließt sich ein Ausblick auf die Weiterentwicklung von in-Step an.
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Einführung von agilen Methoden in einer Multi-Projektlandschaft
Werner Wex, Krauss-Maffei Wegmann GmbH & Co. KG, München
In einem extremen Multi-Projekt Umfeld werden an den Softwareentwicklungsprozess und die Softwareentwickler hohe Anforderungen gestellt.
Um auf Kundenwünsche und schnelle technische Weiterentwicklungen flexibel und schnell reagieren zu können, hat sich KMW im Bereich Training & Simulation nach einer Pilotphase im Jahre 2010 zu einer breiten Einführung agiler Methoden in der Softwareentwicklung ab 2011 entschieden.
Diese Einführung wirft zwei durchaus komplexe Fragen auf, deren Beantwortung mit dem Einführungsprozess Hand in Hand beantwortet werden müssen:
Wie kann man den agilen Entwicklungsprozess in den eher Wasserfall-orientierten Gesamtprozess einbetten, der von Kunden gefordert, eingeführt und zertifiziert ist und wie und durch welche Tools lässt sich der Prozess optimal unterstützen?
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Die Axt im Hause erspart den Zimmermann – unternehmensinterne Konfiguration der in-Step CoreProcess Edition
Mauricio Jungbauer, SOPTIM AG, Aachen
Die SOPTIM AG – das sind Softwareprodukte, IT-Lösungen und IT-Beratung, ausgerichtet an den Anforderungen der Energiewirtschaft. Im Jahr 2008 wurde in-Step zunächst ausschließlich für das Anforderungsmanagement im Geschäftsfeld Softwareprodukte eingeführt. Seitdem gewinnt das System Schritt für Schritt an Bedeutung für die Entwicklung neuer Produkte.
Neben der Ausweitung des Einsatzgebietes haben das Unternehmenswachstum und das dynamische Marktverhalten starke Auswirkungen auf den Werkzeugeinsatz. Verantwortlichkeiten und Prozesse müssen laufend weiterentwickelt werden und so stehen die Möglichkeiten des Werkzeuges mit den unternehmerischen Anforderungen in ständiger Wechselwirkung.
Mit der in-Step CoreProcess Edition steht ein flexibles Werkzeug zur Verfügung, mit dem SOPTIM diese Aufgaben umsetzen kann. Die Entscheidung, von Anfang an das Wissen für die Konfigurationsmöglichkeiten im eigenen Hause zu etablieren, hat dazu geführt, dass Anpassungen schnell und kostengünstig realisiert werden können. Administratorschulungen bei der Systemeinführung und die Beanspruchung des microTOOL-Supports haben dies möglich gemacht. Anfang 2011 wird nicht mehr ausschließlich Anforderungsmanagement mit in-Step betrieben, sondern ein großer Teil der Prozesskette mit dem System abgebildet – von der Kundenanforderung über die strategische Produktentwicklung bis zur risikobasierten Qualitätssicherung.
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Paper goes Scrum
Frank Linge, Smurfit Kappa Paper Services B.V., Roermond, Niederlande
Die Smurfit Kappa Group ist ein Gobal Player mit einer führenden Marktposition in Europa und Lateinamerika im Bereich der papierbasierten Verpackungen. Die Einführung von in-Step in der Paper Division von Smurfit Kappa innerhalb von 2 Jahren wird zurzeit mit der Umsetzung eines SAP Projekts und der Anwendung der Projektmethode Scrum erfolgreich fortgeschrieben. Der Auswahlprozess mit der Entscheidung für Scrum, die Erfahrungen der frühen Sprints, die Ergebnisse der ersten Retrospektiven und die daraus gezogenen Konsequenzen werden beschrieben.
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Anforderungsbasierte Planung oder wie gelange ich vom Kundenwunsch zu einer realistischen Planung
Dr. Jörg Nilson, Elektrobit Automotive GmbH, Erlangen
Der Erfolg eines Projekts hängt maßgeblich davon ab, wie gut es uns gelingt, die Kundenwünsche bei einem gegebenen Budget zu erfüllen. Erfolgreiche Projekte sind ihrerseits wiederum die Basis für langjährige fruchtbare Geschäftsbeziehungen. Es kommt also darauf an, die Kundenanforderungen genauso systematisch wie effizient zu handhaben. Je mehr Anforderungen ich bekomme, desto entscheidender ist, mit welchen Prozessen und Tools ich dieser Herausforderung begegne. Wie kann nun ein solcher Prozess aussehen und wie kann ich ihn in in-Step abbilden? Welche weiteren Auswirkungen haben diese Prozesse für das Unternehmen und wo treten diese auf?
Der Vortrag behandelt diese Fragen ausführlich und veranschaulicht einige Aspekte auch mit realen Zahlen.
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APQP Hardware-Entwicklungsqualitätssicherung und Lieferantenmanagement für in-Step
Stefan Peil, stefan peil ENGINEERING weimar, Weimar
In Zeiten weiter voranschreitender Globalisierung werden zunehmend komplexere Leistungen bei Lieferanten eingekauft: Wurde vor einigen Jahren lediglich die anforderungsgerechte Hardwareproduktion eingekauft, so wird heute vom Lieferanten die selbstständige Produkt- und Prozessentwicklung gefordert.
Unter dem Begriff APQP hat sich für die Steuerung von Lieferantenleistungen eine einfache Methode etabliert. Die Abkürzung APQP steht für Advanced Product Quality Planning. APQP war bis vor kurzer Zeit zentraler Bestandteil des Automotive Standards QS 9000. Trotz der Ablösung von QS 9000 ist APQP als eigenständige Vorgehensweise (Qualitätssicherungsmodell) erhalten geblieben.
Das APQP Modell lässt sich aufgrund seiner groben, dennoch ausreichenden Inhalte leicht bei in-house Entwicklungsprojekten als auch bei externen Entwicklungsprojekten einsetzen. Im Vortrag wird aufgezeigt, wie in-Step für APQP im Rahmen interner und externer Projekte benutzt werden kann.
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Anwendungsfallgetriebene Softwareentwicklung mit objectiF
Robert Niemann, Sozial Software GmbH, Prenzlau
Die Sozial Software GmbH entwickelt Standardsoftware für ambulante Pflegeeinrichtungen. Dabei handelt es sich um Softwaresysteme mit anspruchsvollen graphischen Benutzerschnittstellen sowie einer Anbindung an verbreitete Datenbankmanagementsysteme, wie z.B. Microsoft SQL Server, Oracle oder PostreSQL. Als Anwendungsrahmenwerk kommt das Microsoft .NET Framework zum Einsatz und als Persistenz-Rahmenwerk dient NHibernate.
Das primäre Ziel der Anforderungsermittlung ist es, Anforderungen so zu formulieren, dass sie effizient in Software umgesetzt und gut getestet werden können. Als Vorgehensmodell dient das allgemeine V-Modell, das Entwicklungsaktivitäten entsprechenden Testaktivitäten gegenüberstellt. Auf den höheren Teststufen, wie dem System- oder Abnahmetest, dienen die Anforderungen als Basis für die Testfälle.
Die Anforderungen, die Geschäftsprozesse abbilden, sind als Anwendungsfälle und Aktivitätsdiagramme und das Domänenmodell als Klassendiagramm modelliert. Beide Modelle lassen sich in einem nächsten Schritt auf die Softwarearchitektur abbilden und daraus eine Entwurfsspezifikation generieren. Diese liegt dann in Form von Paket- und Klassendiagrammen vor, die dann in Komponenten und Quellcode für die Zielplattform transformiert werden. Alle Modellierungs- und Transformationsaktivitäten erfolgen mit objectiF.
Dieser Vortrag behandelt die Erstellung einer Anforderungsspezifikation auf der Basis von Anwendungsfällen, die um ein Domänenmodell und Prototypen für die Benutzeroberflächen erweitert wird. Danach wird gezeigt, wie diese Modelle in eine Entwurfsspezifikation überführt werden, die wiederum in .NET-Komponenten und Quellcode in Form von Visual Basic .NET-Klassen transformiert werden.
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Power of Personas: User-Modelle im Unternehmen
Ursula Meseberg, microTOOL GmbH, Berlin
Personas sind eine leistungsstarke Technik für Unternehmen und Organisationen, die Produkte und Dienstleistungen optimal auf ihre Kunden ausrichten wollen. Vor allem in den USA, Großbritannien und Skandinavien hat diese Technik, seit sie 1999 von Alan Cooper beschrieben wurde, viele Anwender gefunden – unter ihnen zum Beispiel Microsoft. Bei uns werden Personas – sofern überhaupt bekannt – meistens mit dem Stichwort User Experience in Verbindung gebracht, dem Usability Engineering zugeordnet oder bei der Entwicklung von Web-Anwendungen genutzt. Das Potenzial dieser Technik wird mit diesen Anwendungsgebieten aber längst nicht ausgeschöpft.
Personas sind User-Modelle. Sie repräsentieren Gruppen von Anwendern mit ihren Zielen und Motiven, ihrem sozialen und ethnografischen Hintergrund und ihren Verhaltensmustern. Sie werden deshalb auch als zusammengesetzte User-Archetypen bezeichnet. Klingt kompliziert und theoretisch, ist in der praktischen Ausprägung jedoch einfach: Eine Persona wird als eine individuelle, aber fiktive Person mit eigener Biografie beschrieben. Im „echten“ Leben gibt es sie zwar nicht, es könnte sie aber geben. Personas als „lebendige“ User-Modelle ermöglichen es,
- Funktionalität und Interaktionsverhalten eines Produkts bedarfsgerecht zu definieren,
- mit allen an der Entwicklung eines Produkts Beteiligten einfach und anschaulich zu kommunizieren,
- die Einführung und Vermarktung eines Produkts zielgruppenbezogen zu planen und die zugehörigen Support- und Service-Leistungen auf die Anwender zuzuschneiden.
microTOOL hat vor zwei Jahren damit begonnen, Personas zu modellieren und setzt „seine“ Personas heute in fast allen Bereichen des Unternehmens ein. Die ursprünglich für die Web-Entwicklung gedachten Personas entwickeln sich zu einer gemeinsamen Basis für Produktmanagement, Produktentwicklung, technische Dokumentation, Marketing, Vertrieb und Kundenservice – ein Prozess, der bis heute anhält.
Der Vortrag stellt die wesentlichen Schritte zur Entwicklung von Personas vor. Um zu veranschaulichen, welche mentale Kraft von dieser Technik im Rahmen der Produktentwicklung ausgeht, wird am Beispiel des Requirements Engineering gezeigt, wie Personas im Systementwicklungsprozess genutzt und mit methodischen Instrumenten wie Use Case, User Stories, User Story Maps, SysML-Anforderungsmodellen etc. kombiniert werden können.
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