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Datenmodellierung: Vom ER-Modell zum Relationenmodell und zurück

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Mit dem Entity-Relationship-Modell, kurz ER-Modell, bietet case/4/0 das zentrale Instrument für die logische Datenmodellierung im Rahmen der Systemanalyse an. Daneben kennt case/4/0 das Relationenmodell. Es wird beim Systemdesign erstellt und zeigt – mit Blick auf die technische Umsetzung als Datenbank – alle für die betrachtete Domäne relevanten Relationen und ihre Beziehungen.

Mit case/4/0 können Sie aus einem ER-Modell ein Relationenmodell generieren. Und case/4/0 kann noch mehr: Es erlaubt die wechselseitige maschinelle Aktualisierung von ER-Modellen und Relationenmodellen. Möglich wird dies durch eine klare Zuordnung zwischen Entity-Attributen des ER-Modells und Relationen-Attributen im Relationenmodell. Hier erfahren Sie, wie Sie mit case/4/0 ein Relationenmodell aus einem ER-Modell maschinell erzeugen und umgekehrt. Sie lernen die Technik kennen, mit der case/4/0 dafür sorgt, dass diese Modelle gegenseitig konsistent bleiben – als Voraussetzung für eine effiziente Weiterentwicklung und Wartung Ihrer datenbankbasierten Systeme.

Relationenmodelle aus Entity-Relationship-Modellen generieren

Relationenmodelle können Sie direkt aus den im Rahmen der Systemanalyse mit case/4/0 entwickelten ER-Modellen generieren. case/4/0 bietet Ihnen hierzu die folgenden Möglichkeiten:

  • aus einem ER-Modell heraus mit der Menüfunktion „Relationenmodell erzeugen/aktualisieren“,
  • aus einem Informationsfluss mit dem in case/4/0 integrierten Design Assistenten.

Auf den Design Assistenten wollen wir hier nicht näher eingehen – aber Sie sehen, in case/4/0 gibt es viel zu entdecken. Schauen wir uns die erste Möglichkeit einmal näher an: Wenn Sie die Funktion Relationenmodell erzeugen/aktualisieren auf dem Diagrammhintergrund eines ER-Modells wählen, legt case/4/0 automatisch ein namensgleiches Relationenmodell an.

Und wenn Sie bereits ein Relationenmodell generiert haben, sich aber in der Zwischenzeit an Ihrem ER-Modell einiges geändert hat? Auch dann können Sie dafür sorgen, dass das korrespondierende Relationenmodell aktuell bleibt – und das mit wenigen Mausklicks: Sie müssen lediglich die gewünschten Synchronisationsoptionen für die Modelle festlegen. Alternativ dazu können Sie auch einzelne Modellelemente synchronisieren. Die Bedienung ist hier ebenfalls denkbar einfach: Im Kontextmenü eines Entity-Typs oder eines Beziehungstyps finden Sie den Befehl Relation erzeugen/aktualisieren. Damit lässt sich nur der selektierte Entity-Typ bzw. Beziehungstyp in das Relationenmodell übernehmen bzw. dort aktualisieren.

 

Aus einem ER-Modell ein Relationenmodell generieren bzw. das generierte Modell aktualisieren

 

Abbildung 1: Aus einem ER-Modell ein Relationenmodell generieren bzw. das generierte Modell aktualisieren

 

Das Ergebnis der Generierung/Aktualisierung eines Relationenmodells auf der Basis eines ER-Modells

 

Abbildung 2: Ergebnis der Generierung/Aktualisierung eines Relationenmodells auf der Basis eines ER-Modells

Entity-Relationship-Modelle aus Relationenmodellen generieren

Es geht auch umgekehrt: Nehmen wir an, Sie haben – zum Beispiel durch Reverse Engineering einer Datenbank mit case/4/0 – ein Relationenmodell erzeugt und möchten es für die Weiterentwicklung oder Modernisierung Ihres Systems in ein fachliches ER-Modell umwandeln. Kein Problem mit case/4/0: Im Relationenmodell haben Sie ebenfalls die Möglichkeit, ein namensgleiches ER-Modell zu generieren, das Modell jederzeit zu aktualisieren und einzelne Entity-Typen an Änderungen der zugehörigen Relationen anzupassen.

Attributzuordnungen – der Schlüssel zur dauerhaften Konsistenz

Schauen wir jetzt ein wenig genauer hin: Wie sorgt case/4/0 im Verlauf von Weiterentwicklung und Systempflege für die Konsistenz beider Diagrammtypen? Die Antwort lautet: mithilfe einer Funktion zur Attributzuordnung. Sie erlaubt ein „feinfühliges“ N:M-Mapping zwischen den Attributen eines ER-Modells und denen eines Relationenmodells und ermöglicht so ein gegenseitiges Aktualisieren der Attribute. Die Einstellungen können Sie individuell für jedes Attribut in einem einfachen Dialog vornehmen.

 

Festlegen der Zuordnung zwischen den Attributen eines Relationen und eines ER-Modells - hier aus dem Relationenmodell heraus. So können Sie Ihre Modelle "feinfühlig" synchronisieren.

 

Abbildung 3: Festlegen der Zuordnung zwischen den Attributen eines Relationen- und eines ER-Modells – hier aus dem Relationenmodell heraus. So können Sie Ihre Modelle „feinfühlig“ synchronisieren.

Die Zuordnung der Attribute verlieren Sie beim Modellieren – ganz gleich, ob im ER-Modell oder im Relationenmodell – nie aus dem Blick: Wenn Sie zum Beispiel die Attribute einer Relation oder eines Entity-Typs bearbeiten, weist Sie ein vorangestelltes Pluszeichen („+“) sofort darauf hin, dass für das so gekennzeichnete Attribut eine oder mehrere Zuordnungen bestehen.

 

Das "+" vor den Attributnamen zeigt: Jedes Relationenattribut hier besitzt eine Zuordnung zu einem Attribut in einem ER-Modell

 

Abbildung 4: Das „+“ vor den Attributnamen zeigt: Jedes Relationenattribut besitzt eine Zuordnung zu einem Attribut in einem ER-Modell

Fazit

Das Relationenmodell ist die Basis für die Generierung von Datenbankschemata mit case/4/0 zum Beispiel für ORACLE, DB2, SQL-Server, Informix, MS Access, Sybase oder Sesam. Mit case/4/0 können Sie jederzeit sicherstellen, dass Ihre logischen und technischen Datenmodelle und Ihre Datenbankschemata konsistent bleiben. Damit schaffen Sie die Voraussetzung für eine einfachere und damit auch kostengünstigere Wartung Ihrer Systeme.

 

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